Sonntag, 14.08.2022
19.00 Uhr: Klavierabend

Kolja Lessing

 

Gesamtprogramm

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Friedrich Gernsheim
(1839 - 1916)
2 Präludien aus op.2

Andante espressivo
Allegro energico
Gabriel Fauré
Nocturne Nr.11 op.104 Nr.1 (1913)
Cécile Chaminade
Au pays dévasté op.155 (1914)
Paul Dukas La plainte, au loin, du faune... (1920)
Emile-Robert Blanchet
(1877 - 1943)
Rhapsodie turque op.45 (1929)
(,,á Walter Gieseking")
Carl Czerny
(1791 - 1857)
12 Präludien
(aus ,,Die Kunst des Präludierens") op.300
(1833)
Pause
Max Reger
(1873 - 1916)
Zwei Gedenkstücke für J. Brahms

Resignation op.26 Nr.5
(3. April 1897 - Brahms' Todestag)

Rhapsodie op.24 Nr.6
(,,Den Manen Brahms'") (1898)
Othmar Schoeck
(1866 - 1957)
2 Klavierstücke op.29 (1919/20)
Concolation
Toccata
Ignace Strasfogel
(1909 - 1994)
Variations on a Well-known Tune (1946)

 Foto: privat

Kolja Lessing, einer der vielseitigsten Musiker unserer Zeit, hat als Geiger und Pianist durch seine Verbindung von interpretatorischer und wissenschaftlicher Arbeit dem Musikleben prägende Impulse verliehen. Durch seinen Einsatz wurden z. B. Georg Philipp Telemanns Violinfantasien und Johann Paul Westhoffs Violinsuiten ebenso für den Konzertsaal wiederentdeckt wie auch viele bedeutende Klavierwerke des 20. Jahrhunderts, u. a. von Berthold Goldschmidt, Philipp Jarnach, Ignace Strasfogel und Wladimir Vogel.
International ausgezeichnete CD-Produktionen dokumentieren diese stilistisch differenzierte Auseinandersetzung mit Repertoire vom Barock bis zur Moderne, das Standardwerke wie Raritäten gleichermaßen umfasst. Kolja Lessings weltweite Konzert- und Aufnahmetätigkeit als Geiger und Pianist beinhaltet sowohl die Zusammenarbeit mit führenden Orchestern unter Dirigenten wie Yakov Kreizberg, Nello Santi und Lothar Zagrosek als auch verschiedenste kammermusikalische Projekte. In Anerkennung seines Engagements für verfemte Komponisten erhielt er 1999 den Johann-Wenzel-Stamitz-Sonderpreis, 2008 wurde er mit dem Deutschen Kritikerpreis für Musik ausgezeichnet. 2010 kam die Fernseh-Dokumentation „Ferne Klänge“ über seinen Einsatz für Musik im Exil zur Erstsendung. 2015 empfing er die Otto-Hirsch-Auszeichnung der Landeshauptstadt Stuttgart. Zahlreiche Uraufführungen von Violinwerken, die Komponisten wie Haim Alexander, Tzvi Avni, Abel Ehrlich, Jacqueline Fontyn, Berthold Goldschmidt, Ursula Mamlok, Dimitri Terzakis und Hans Vogt eigens für Kolja Lessing schrieben, spiegeln sein internationales Renommee ebenso wie regelmäßige Einladungen zu Meisterkursen in Europa und Nordamerika. Seine eigene grundlegende musikalische Ausbildung erhielt Kolja Lessing bei seiner Mutter und später bei Hansheinz Schneeberger in Basel, wo er sich auch kompositorischen Studien widmete.